Architekturexkursion Vorarlberg/ Ostschweiz
Lehm ist einer der ältesten Baustoffe der Menschheit – und einer der zukunftsfähigsten. Regional verfügbar,
vollständig kreislauffähig und raumklimatisch wirksam, positioniert sich Lehm heute gleichwertig neben Holz und innovativem Beton.
Die technologische Weiterentwicklung – von Stampflehm über vorgefertigte Elemente bis zu mehrgeschossigen Konstruktionen –
macht das Material längst planungssicher und wirtschaftlich. Renommierte Architektinnen und Architekten zeigen,
wie Lehm nicht nur ökologisch überzeugt, sondern auch gestalterisch neue Maßstäbe setzt.
Lassen Sie sich auf dieser Exkursion von den gestalterischen und ökologischen Qualitäten eines Baustoffs überraschen, der die Architektur neu denkt.
Abstandhalter
Termin:
- Freitag 23. Oktober 2026
- Samstag 24. Oktober 2026
Ort: Schweiz, Vorarlberg
Programm:
Freitag, 23. Oktober 2026 mit Charterbus
08.30:
Hotel Martinspark Dornbirn, Treffpunkt Abfahrt mit Charterbus
09.00:
Wohnanlage Openly I: 2024 +II: im Bau, Widnau (Baumschlager Eberle Architekten; Valley Architekten AG)
Das größte Holz-Hanfbeton-Hybridgebäude Europas vereint zwei nachwachsende Rohstoffe zu
einer wegweisenden Konstruktion: Holz als tragendes Skelett, Hanfbeton als dämmende
Ausfachung. Das Projekt demonstriert eindrucksvoll, wie die bauphysikalischen Qualitäten von
Hanfbeton – seine Feuchteregulierung, Wärmespeicherung und CO₂-Bindung – im modernen
Holzbau nutzbar gemacht werden können, und zeigt damit eine zukunftsweisende Richtung für
das nachhaltige Bauen mit regenerativen Materialien.
ca. 11.00 Uhr:
Wohnhaus K. Mathies, Rankweil (Roland Felber/Martin Rauch) 1996
Das Engagement der Bauherrschaft ermöglichte die Realisierung eines konsequent konzipierten
Lehmhauses: Fundament und Kellerwände sind aus Beton, die Außenwände des Erdgeschosses
aus Stampflehm – 63cm stark, hergestellt mit dem Aushubmaterial der Baustelle und vermischt mit
Ziegelsplitt. Alle Innen- und Außenflächen dieser Mauern blieben unverputzt.
ca. 12.15/30:
Mittagessen Restaurant Rössle, Nenzing (Menüvorauswahl wird noch bekannt gegeben)
ca. 14.00:
Werkhalle & Bürohaus ERDEN, Schlins (Martin Rauch, Martin Mackowitz) 2020-2026
Werkhalle: Mit einer Spannweite von 67 Metern und einer Höhe von 11 Metern beherbergt die
Hybridkonstruktion die weltweit größte homogene Stampflehmwand. Das Gebäude dient als
Produktionsstätte für vorgefertigte Stampflehmelemente und gibt damit unmittelbaren Einblick in
die industriellen Herstellungsprozesse und die Möglichkeiten der Vorfertigung – ein Schlüssel zur
Skalierbarkeit des Lehmbaus für zeitgenössische Bauprojekte.
16:30 Uhr:
Haus Rauch, Schlins von außen (Martin Rauch & Roger Boltshauser) 2008 von aussen
Das private Wohnhaus von Martin Rauch, realisiert in Zusammenarbeit mit dem Zürcher
Architekten Roger Boltshauser, demonstriert eindrucksvoll, was im modernen Lehmbau möglich
ist: Tragende Außenwände aus 45 Zentimeter starkem Stampflehm übernehmen die gesamte
statische Funktion des Gebäudes, während rund 85 Prozent des verwendeten Materials direkt aus
der eigenen Baugrube stammt. Das Haus vereint handwerkliche Präzision mit ökologischer
Konsequenz und steht stellvertretend für eine Bauweise, die auf natürlichen, regionalen
Ressourcen basiert und dabei höchste architektonische und bauphysikalische Qualität erreicht.
ca. 18.00:
Besichtigung und Abendessen im Peterhof Furx, (Baumschlager Eberle Architekten)
(Menüvorauswahl wird noch bekannt gegeben)
Samstag, 24.10. Dornbirn/Furx/St. Gerold oder Grabs-Buchs
09.00:
ab Martinspark Hotel, Dornbirn (Bauschlager Eberle Architekten)
09.15:
Haus P., Dornbirn (Thomas Mennel, Martin Mackowitz) 2025
Das Haus Heinz in Dornbirn ist ein prototypischer Beitrag zur ressourcenschonenden Architektur,
der traditionelle Bauweisen mit heutigen Anforderungen verbindet. Die Primärkonstruktion besteht
aus vorgefertigten Stampflehmelementen, ergänzt durch lehmverfüllte Holzbalkendecken,
Lehmputz und Stampflehmboden – beheizt über einen zentralen Holzofen.
Strohhaus R., Dornbirn (Georg Bechter) 2014
Das Strohballenhaus ist ein wegweisendes Beispiel für vollständig kompostierbares Bauen, das
einen schnell nachwachsenden Rohstoff ohne jegliche Behandlung einsetzt. Die tragenden
Strohballenwände werden außen mit Kalk und innen mit Lehm verputzt, die Dachkonstruktion ist
ebenfalls mit Stroh gedämmt. Die intelligente Gebäudeform mit tiefen Laibungen nutzt passive
Solarenergie, während ein einfacher Kachelofen in Verbindung mit der aktivierten Bodenplatte für
die gesamte Beheizung ausreicht.
11.00 Uhr
Wohnhaus Hägi Wendls, Muntlix (Martin Mackowitz, BASEhabitat)
Originalgebäude: 1484 , Anbau: ca. 1820, Sanierung/Umbau: 2020—2023
2020 fand der Masterstudienlehrgang BASEhabitat der Universität Linz in Muntlix ein Objekt für
Baupraxis. Studenten lebten und arbeiteten drei Monate direkt am Bau, 2021 folgte die
BASEhabitat SummerSchool. Gemeinsam mit lokalen Handwerkern wurde die alte Substanz
behutsam entkernt und mit nachhaltigen Materialien wie Lehm, Holz und Stroh saniert
13.00 Uhr
Mittagessen in Rankweil
14.30 Uhr
Gässli Haus, Grabs (Allen+Crippa Architekten) 2024
Das junge Architekturbüro Allen+Crippa rettete eines der ältesten Gebäude der Region
Werdenberg vor dem Abriss, indem sie den historischen Blockbau aus dem 17. Jahrhundert
komplett demontierten und an neuem Standort wieder aufbauten, ergänzt durch einen innovativen
Neubau aus vorfabriziertem Stampflehm. Das Projekt demonstriert eindrucksvoll zirkuläres Bauen
mit vollständig recycelbaren, natürlichen Materialien und verbindet lokale Baugeschichte mit
zukunftsweisender Kreislaufwirtschaft in einem neu angelegten Permakultur-Garten.
nach Zeit
Haus der Freude Buchs (Carlos Martinez Architekten) 2024
Die zwei Mehrfamilienhäuser mit sozioökologischem Leitmotiv bestehen aus einem horizontal
gegliederten Holzbau und einem Stampflehmbau, der mit seiner archaischen Eleganz und
vorfabrizierten Lehmfassade neue Akzente im nachhaltigen Wohnungsbau setzt.
Carlos Martinez kombiniert regionale Architektursprache mit innovativen Naturmaterialien wie
Hanfdämmung, Kalkputz und recyceltem Beton, wobei die philanthropische Haltung der
Bauherrschaft zu einem vorbildlichen Projekt für klimagerechtes, sozialverträgliches Bauen führte.
17.00 Uhr Ende Bahnhof Feldkirch – Zugabfahrt 17.17 Uhr
Preise und Leistungen
Gesamt: EUR 450 + 20% MWSt. /pro Person
bei zahlenden 20 TeilnehmerInnen
(bei weniger TeilnehmerInnen erhöht sich die Einzelgebühr entsprechend)
Inbegriffene Leistungen
• Programmgestaltung und -organisation (2 Tage)
• Honorare externer ReferentenInnen
• Charterbus 2 Tage
• Begleitung und Fachführungen vor Ort (2 Tage)
• Organisation vom Restaurants Mittagessen/Abendessen
• 2 Mittagessen (23.10, 24.10.) /1 Abendessen (23.10.)
Nicht inbegriffene Leistungen
• Getränke
• Hotelkosten
• An- und Abreise
• sonstiges
Hotel Martinspark Dornbirn
Hotel Martinspark Dornbirn (22.–24.10.2026, 15 Zimmer als Abrufkontingent)
EZ mit Frühstück EUR 104,– / Nacht | DZ mit Frühstück EUR 126,– / Nacht |
Ortstaxe EUR 3,– / Person
Wir haben für Sie im Hotel Martinspark Zimmer vorreserviert. Die Stornierung ist eigenverantwortlich.
Es gelten die Konditionen des Hotels.
Ansprechperson: Frau Stella Adorf
E reservierung@martinspark-dornbirn.at T +43 5572 3760 118
Zugverbindungen Wien-Dornbirn | retour
Donnerstag, 22.10.2026
Abfahrt Wien Hauptbahnhof — 16:28 Uhr
Ankunft Bahnhof Dornbirn — 23:07 Uhr
Samstag, 24.10.2026
Abfahrt Bahnhof Feldkirch — 17:17 Uhr
Ankunft Wien Hauptbahnhof — 23:40 Uhr
Abstandhalter
Verbindliche Anmeldung bis 30.03.2026 an:
Mag.a Brigitte Raos | architekturINFORM
office@architekturinform.com | T 0043 664 2301643 | 6850 Dornbirn
Zahlungsmodalitäten:
Mit der Anmeldung wird eine Anzahlung von EUR 108 fällig (20 % Anzahlung von EUR 540). Sie erhalten eine Rechnung.
Restzahlung: 1 Monat vor Exkursion Beginn
Stornierung Modalitäten
– Abmeldung bis 30 Tage vor Exkursion Beginn: die Anzahl als Umtriebsentschädigung
– 29 bis 11 Tage vor Exkursion Beginn: 50 % des Preises
– 10 bis 5 Tage vor Exkursion Beginn: 90 % des Preises
– 4 bis 0 Tage/ nicht Erscheinen ohne Abmeldung: 100 % des Preises
siehe AGB architektur INFORM