2. Schweizer Lehmbau-Symposium, „Lehm verbindet – Tradition trifft Innovation“


Termin Details


Das 2. Schweizer Lehmbau Symposium lädt dazu ein, Lehm aus unterschiedlichen Perspektiven neu zu entdecken. An drei Tagen treffen Baukultur, Forschung und Praxis aufeinander – im gemeinsamen Dialog über einen Baustoff, der Tradition, Innovation und Zukunft verbindet.
Nach der erfolgreichen Austragung 2023 lädt das Symposium erneut zu einem interdisziplinären Austausch über das Bauen mit Lehm als nachhaltigem und traditionellem Baustoff ein. Ziel der Veranstaltung ist es, den Dialog zwischen Forschung, Praxis und Baukultur zu fördern, innovative Ansätze zu präsentieren und die vielseitige Rolle von Lehm im Bauwesen zu erforschen.
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Termin:
Freitag, 8. Mai 2026, 15:30 bis 21:00 Uhr
Samstag, 9.Mai 2026,  8:15 bis 18:00 Uhr
Sonntag, 10.Mai 2026, 9:00 bis 17:30 Uhr

Ort:
ibW Höhere Fachschule Südostschweiz, Gürtelstrasse 48, 7000 Chur
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Programm:

Freitag,8.Mai 2026

Lehm verbindet – Klima und Baukultur: Vorträge für ein breites Publikum mit Impulsen zu nachhaltigem Bauen mit Lehm anhand von internationalen Projekten. Ein inspirierender Abend, der neue Perspektiven eröffnet und zeigt, wie Lehm aktuelle Fragen zu Klima, Architektur und Baukultur verbindet. Der ideale Einstieg ins Symposium – offen, zugänglich und bewusst interdisziplinär.

Drei Referent/-innen eröffnen ab dem späten Nachmittag den Dialog – mit Projekten und Erfahrungen, die zeigen, wie aus der Klimakrise heraus gebaut werden kann, wie Lehmbaukultur in Anatolien zwischen Tradition und gesellschaftlichem Wandel lebt und wie eine Schweizer „Schüür“ zu einem zeitgemässen, identitätsstiftenden Bauwerk wird. Im Anschluss wird die begleitende Poster- und Wanderausstellung eröffnet und lädt dazu ein, die Vielfalt aktueller Forschungs- und Praxisansätze rund um das Bauen mit Lehm zu entdecken.

In einem Podiumsgespräch zum Thema „Tradition und Innovation in der gelebten Lehmkultur“ diskutieren Expert/-innen konkrete Lösungsansätze für die Herausforderungen des Klimawandels – kritisch, praxisnah und zukunftsorientiert. Der Abend klingt bei einem Netzwerk-Apéro aus – mit Raum für Gespräche, neue Kontakte und vertieften Austausch.

Moderiert wird die Veranstaltung von Christine Gubser, Co-Direktorin von sanu future learning ag. Ein Auftakt, der unterschiedliche Perspektiven zusammenbringt und den Dialog über eine zeitgemässe Lehmbaukultur eröffnet.

 

Samstag, 9. Mai 2026

Lehm verbindet – Tradition trifft Innovation: Fachvorträge, Impulsreferate, Posterausstellung in den Themenfeldern Innovation, Tradition und Baukultur. Ein intensiver Symposiumstag für Fachleute, der Raum für Austausch, Diskussion und neue Denkansätze zwischen Tradition und Innovation schafft. Unterschiedliche Perspektiven treffen aufeinander und eröffnen neue Sichtweisen auf den Baustoff Lehm.

Der Samstag steht ganz im Zeichen einer lebendigen und selbstbewussten Lehmbauszene: Tradition und Innovation begegnen sich auf Augenhöhe, Forschung trifft auf gelebte Praxis, Regionalität auf internationale Vernetzung. Lehm wird dabei als ganzheitliches System gedacht – konstruktiv, kulturell und gesellschaftlich.

Referent/-innen aus dem gesamten DACH-Raum präsentieren in unterschiedlichen Formaten ihre aktuellen Projekte und Perspektiven. Die Beiträge zeigen, wie vielfältig und zeitgemäss mit Lehm gearbeitet wird – im Detail, im Entwurf und im grossen Massstab.

Die kuratierte Posterausstellung lädt zum Vertiefen und Weiterdenken ein, während die BauBio Wanderausstellung zusätzliche Impulse für gesundes und zukunftsfähiges Bauen setzt.

Moderiert wird der Tag von Christine Gubser, Co-Direktorin von sanu future learning ag. Für Christine Gubser zeigt sich am Bauen mit Lehm «wie mit Ausdauer, Kreativität und (selbst)kritischem Denken Vorurteile überwunden werden und dann im Dialog etwas Neues entstehen kann.»

Ein Symposiumstag, an dem sich Erfahrungen, Ideen und Visionen verdichten – und Chur zum Treffpunkt einer Lehmbauszene wird, die verbindet.

 

Sonntag, 10. Mai 2026

Die IG Lehm bietet Ihnen eine Exkursion zu ausgewählten Lehm-Bauten in der Region. Die Exkursion führt zu vier ausgewählten Projekten und zeigt die Vielfalt zeitgenössischer Lehmanwendungen vor Ort.

Verkehrsstützpunkt der Kantonspolizei Chur: Ein funktionaler Neubau mit nachhaltigem Energiekonzept, der Lehm im öffentlichen Kontext sichtbar einsetzt. Das Terrabloc-Sichtmauerwerk aus Lehmsteinen verbindet konstruktive Klarheit mit ressourcenschonendem Materialeinsatz.

Stampflehmhaus «Gässlihus» im Dorfgarten Grabs (SG): Ein 400 Jahre altes Bauernhaus, das versetzt und im Dorfgarten neu aufgebaut wurde. Ein Anbau aus Stampflehm ergänzt die historische Struktur und schafft einen gemeinschaftlich genutzten Ort für Veranstaltungen, Küche, Yoga und Übernachtung – eingebettet in ein Permakulturprojekt.

Haus Ziel in Altstätten (SG): Ein Naturhaus, das Lehm in Kombination mit Holz einsetzt und baubiologische Aspekte wie gesundes Raumklima und nachhaltige Materialwahl konkret erfahrbar werden lässt.

Holzhaus in Nofels (Österreich): Haus Nofels zeigt für die Baupraxis eine kompakte Nachverdichtung mit klarer, funktionaler Architektursprache und einem konsequent regionalen Materialeinsatz. Im Fokus steht die Kombination aus vorgefertigter Holzkonstruktion und Lehmit-Decken, die schnelle Bauabläufe, gute Dämmwerte und ein gesundes Raumklima unterstützt. Mit Lehmbaustoffen aus der Region, Dachbegrünung und Photovoltaik verbindet das Projekt traditionelle Bauweise mit zeitgemässer, ressourcenschonender Gebäudetechnik.

Die Route eröffnet Einblicke in unterschiedliche Massstäbe und Nutzungen – vom öffentlichen Bau über gemeinschaftliche Räume bis hin zu ganzheitlichen Naturhaus-Konzepten – und schafft Gelegenheit zum direkten Austausch mit Beteiligten und Fachpersonen vor Ort.

 

 

Mehr Infos/Anmeldung unter:

Website ibW Höhere Fachschule Südostschweiz

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